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Radfahren ist gut für die Wirtschaft

Arbeitnehmer, die regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln, sind seltener krank: Sie versäumen durchschnittlich einen Arbeitstag weniger pro Jahr als ihre nicht radelnden Kollegen. Das ergab eine Untersuchung im Auftrag des niederländischen Verkehrsministeriums. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die niederländischen Arbeitgeber rund 27 Millionen Euro im Jahr einsparen könnten, wenn nur ein Prozent der Arbeitnehmer aufs Rad umsteigen würde.

Für Dr. Paul Flämig und seine Mitarbeiterinnen ist das schon gelebte Wirklichkeit: Er selbst fährt ganzjährig konsequent mit dem Fahrrad in Augsburg zur Praxis, in die Kliniken und zu Hausbesuchen in Altenheimen. Seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bezahlt er zusätzlich zu ihrem Gehalt die Kosten für den öffentlichen Personen-Nahverkehr und erstattet ihnen die Kosten für Bereifung und Wartung des Fahrrades sowie Fahrradhelme. Dafür wurde Dr. Flämig mit dem Umweltpreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet. Für ihn ist Radfahren aber nicht nur Klimaschutz: „Ein aktiver Radler hat mal geschrieben: ‚Radfahren ist wie guter Jazz, viel Improvisation, schlanke Soli, Tempowechsel.‘ Dem kann ich mich nur anschließen. Radfahren ist für mich wirklich Quality-Time.“ Das Bild, das der Augsburger Künstler Felix Weinold für die Praxis Flämig geschaffen hat, drückt genau das aus. Es zitiert Adam Opel: „Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad.“