Goji-Beeren

Gefährliche Goji-Beeren

Sie werden als „perfektes Lebensmittel“ und „Wunderfrüchte für alle“ beworben: Die chinesischen Goji-Beeren. Die Früchte der Pflanze, die wie Kartoffeln und Tomaten zu den Nachtschattengewächsen gehört, sind fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Sie sollen das Immunsystem stärken, vor Alterserscheinungen bewahren und vieles mehr. Sie können  aber auch die Wirkung von Medikamenten lebensfährlich beeinflussen, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte festgestellt.  Es berichtet von vier Fällen, in denen die Wirkung von Gerinnungshemmern erheblich verstärkt wurde. Der tägliche Genuss mehrerer Tassen Goji-Tee oder von 30 ml Goji-Saft kann demnach bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten, auch als Cumarine bekannt  (z.B. Marcumar® oder Coumadin®), schwere Blutungen auslösen. Ähnliche Gefahren bestehen auch bei dem Nahrungsergänzungsmittel Glucosamin, das Linderung bei Arthrosen verschaffen soll. Darauf hat das Bundesinstitut für Risikobewertung bereits wiederholt hingewiesen.